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Montag, 30. Jänner 2012

Specialized Enduro Series powered by Sram

Bereits im Herbst wurde angekündigt, dass es ab 2012 auch im deutschsprachigen Raum eine Mountainbike Enduro Serie geben soll. Hinter den Kulissen wurde mit Hochdruck gearbeitet und nun werden die ersten Details bekannt gegeben.

Das eher neue Format der Enduro Rennen konnte sich in den letzten Jahren bereits in Ländern wie Großbritannien, Italien und Frankreich etablieren, wurde aber hierzulande bisher nur bei einzelnen Veranstaltungen ausgetragen. Somit war es an der Zeit, auch im deutschsprachigen Raum eine solche Serie zu organisieren. Nicht zuletzt durch die Ankündigung des internationalen Radsportverbands UCI, dieses Format ab 2013 als World Series veranstalten zu wollen, bekam der Begriff Enduro nochmals mehr Aufmerksamkeit.

Der größte Pluspunkt dieses Formats ist, dass als Teilnehmer Sportler aus allen Facetten des Mountainbikings angesprochen werden. Bei den Enduro Rennen der letzten beiden Jahre in Winterberg gingen Fahrer der Disziplinen Fourcross, Downhill, Cross Country, Marathon und Slopestyle an den Start, unter ihnen Namen wie die Weltcuplegende Brian Lopes, der mehrfache Deutsche Meister Marcus Klausmann und Langstreckenspezialist André Kleindienst.

Logo der neuen Enduro-Serie [Galerie]

Die neue Serie wird von zwei großen Namen der Fahrradbranche gesponsert. Titelgeber ist kein geringerer als Specialized, die sicherlich in diesem Marktsegment eine Vorreiterrolle einnehmen, schließlich haben sie schon seit einigen Jahren ein dafür konzipiertes Bike mit dem passenden Namen „Enduro“. Im Namenszusatz steht mit Sram eine weitere bekannte Marke. Der Komponentenhersteller komplettiert damit den Titel der Serie und somit zeigt sich, wie viel Potential seitens der Industrie in diesem neuen Format gesehen wird.

Sportlich gesehen wird bei den Rennen jeweils eine Runde von mindestens 30 km gefahren. Darin enthalten sind 5-6 Wertungsprüfungen, sogenannte Stages, die zum größten Teil bergab führen. Die dort benötigten Zeiten werden für das Ergebnis addiert und alle Transferetappen neutralisiert. Für die Zeitmessung wird ein Transpondermesssystem verwendet, welches ein berührungsloses Vorbeifahren am Start und Ziel der einzelnen Wertungsprüfungen erlaubt. Gestartet wird an der ersten Stage im Einzelstart, allerdings ist jeder Fahrer für den weiteren Verlauf selbst verantwortlich, weshalb es durchaus möglich ist, die Transferetappen in einer Gruppe zurückzulegen. Im Gegensatz zu den bisher in Deutschland veranstalteten Enduro Rennen wird es möglich sein, am Tag vor dem Rennen die Strecke abzufahren und somit sich mit dem Streckenverlauf bekannt zu machen.

Frank Schneider beim Enduro in Winterberg 2011 [Galerie]

Zum jetzigen Zeitpunkt stehen erste Eckdaten fest: Der Auftakt findet am 5./6. Mai in Ilmenau statt. Die Thüringer Universitätsstadt macht in diesem Jahr somit mit zwei hochkarätigen Mountainbike Veranstaltungen auf sich aufmerksam, denn auch die Deutsche Meisterschaft im Downhill wird dort im Rahmen des iXS German Downhill Cups ausgetragen. Danach geht es am 17./18. Mai beim iXS Dirt Masters in die zweite Runde. Zu dem Festival in Winterberg muss nicht mehr viel gesagt werden, außer dass mittlerweile das Endurorennen fest zum Veranstaltungsplan gehört und immer mehr Teilnehmer die Gelegenheit nutzen, sich auf entspannte Weise einen Wettbewerb zu liefern. Der Abschluss wird in Treuchtlingen am 13./14. Oktober ausgefahren. Dabei macht die Serie Halt im südlichen Raum von Deutschland und findet dort perfekte Bedingungen für ein Endurorennen vor. Weitere Stopps sind geplant, jedoch laufen die Verhandlungen noch und somit können diese Daten erst in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

Marcus Klausmann beim Enduro in Winterberg 2011 [Galerie]

Die ersten Nullen und Einsen sind auch schon zusammengefügt, so dass bald unter enduroseries.net die offizielle Webpräsenz online gehen wird. Dort werden dann weitere Informationen sowie das Reglement und das Anmeldeformular zu finden sein.

Fazit: Der Mountainbike Sport in Deutschland wird um eine Rennserie reicher. Im Schulterschluss zwischen Serienorganisation (der Firma Racement), Veranstaltungsorten, dem Sportlichem Leiter Matthias Faber sowie den Partnern Specialized und Sram wird für 2012 ein neues Rennformat geschaffen, welches eine riesige Zielgruppe an Mountainbike-Sportlern anspricht.

Fotos: Thomas Dietze

Kommentare

Montag, 30. Jänner 2012 11:22
nooxAvatar von noox
Posts: 22190
Anthering/Salzburg
Ich habe am Freitag noch mit einem möglichen österreichischen Veranstalter für weitere Enduro-Rennen gesprochen.

Gewertet werden nur die Bergab-Passagen. Allerdings hat man für die Bergauf-Sektionen ein eher knappes Zeitfenster. D.h. wenn man zu spät kommt, läuft die Bergab-Zeit. Ansonst hat man Zeit, um sich für den Bergab-Teil vorzubereiten.

Die Teilnehmer haben einen "intelligenten" Transponder, der ähnlich wie bei Freelap die Informationen selbst speichert. Bei der Zieldurchfahrt kann man die Gesamtzeit ermitteln.

Es gibt außerdem Gespräche mit der UCI.